icon-twitter
icon-facebook
hand-holding-dollar-solid
 

NATIVE-Vergleich – Versicherungsvergleich zur Nachhaltigkeit für Verbraucher

Im Versicherungs-Dschungel fehlt Dir der Überblick zur Nachhaltigkeit? Wir nehmen 19 Sach-Versicherungen unter die Lupe. Aus diesen kannst Du Deine beste grüne und nachhaltige Versicherung ermitteln. Was ist Dir besonders wichtig? Soll Deine Versicherung ein grünes Haftpflichtprodukt haben oder ist Dir eine nachhaltige Kapitalanlage wichtig? Mit verschiedenen Filter-Optionen kannst Du, auf Grundlage Deines persönlichen Nachhaltigkeitsprofils, (D)eine zukunftsfähige Versicherung wählen. Es findet jedoch ausdrücklich keine Versicherungsberatung und keine Produktvermittlung statt – mehr dazu auch in unseren rechtlichen Hinweisen. Der NATIVE-Vergleich soll eine Hilfestellung für Dich sein, um zu überprüfen, wie (D)eine Sachversicherung bei verschiedenen Nachhaltigkeits-Themen abschneidet. Denn: Deine Versicherungen können entscheidend zur Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen, wie Klimawandel, extreme Armut oder Artensterben beitragen. Eine Auswahl von 19 großen Sach-Versicherungen sowie grünen Pionieren am Markt findest Du im NATIVE Vergleich.

 

Immer mehr Kund*innen möchten eine nachhaltige Versicherung wählen. Der NATIVE-Vergleich zeigt auf, wie nachhaltig Versicherungen ticken!

Finde mit NATIVE Deine nachhaltige Sach-Versicherung!

Fullscreen / Normale Ansicht Report ausdrucken

Was war das Ziel? Keine Produktberatung! Unser Ziel ist es Verbraucher*innen aufzuzeigen, wie transparent und nachhaltig die Versicherungsgesellschaften in Deutschland sind. Gestartet sind wir mit Sach-Versicherungen (KFZ, Haftpflicht, Hausrat, Wohngebäude, Unfall, Rechtschutz). Dabei haben wir gezielt geschaut, dass Du es in der Hand hast, welche Bereiche Dir bei Deiner Versicherung wichtig sind. Filtere z.B. nur nach sozialen Themen oder suche explizit nach einer Versicherung mit einem nachhaltigen KFZ-Produkt. Du hast die Wahl! NATIVE soll möglichst einfach und dabei jedoch flexibel sein.

Wen haben wir untersucht? Fokus Sach-Versicherungen! Wir betrachten immer die Sachversicherungs-Gesellschaft, nicht den Konzern (z.B. nicht die Pfefferminzia Gruppe, sondern die Pfefferminzia AG, welche das Sach-Geschäft bertreibt). Zu Komposit-Versicherung zählen z.B. Deine KFZ-, Haftpflicht- oder Unfallversicherung. Dabei haben wir die größten Sach-Versicherungsgesellschaften und grünen Pioniere am Markt untersucht. Ausschlaggebend waren dabei die Bruttobeitragseinnahmen bzw. die grünen Produkte der Versicherungen. Dies stellt im ersten Schritt erstmal nur eine Auswahl an Versicherern dar, aber weitere sollen folgen.

Wie haben wir untersucht? Wissenschaftlich begleitet! Wir haben unsere Methodik in unserem Begleitdokument (Coming soon) zusammengefasst. In aller Kürze: Mit über 300 Indikatoren wurden die Nachhaltigkeits-Bereiche Klima, Umwelt, Soziales, Governance, Ökonomie, Kapitalanlage und Produkt & Schaden untersucht. Dabei haben wir darauf geachtet, dass die NATIVE-Methodik auf bestehenden Nachhaltigkeits-Indikatoren (z.B. GRI, DNK) fußt. Weiterhin war uns wichtig Bereiche abzufragen, die Dich als Verbraucher interessieren oder die besonders geeignet dazu sind die Welt zu verbessern (sog. transformatives Potenzial). Wissenschaftlich begleitet wurde die Bewertung durch die Hochschule für Technik Stuttgart. Auch der NATIVE-Beirat mit externen Expert*innen zu Sustainable Finance hat die Entwicklung begleitet.

Wie ist der NATIVE-Vergleich aufgebaut? 

Darstellung von NATIVE: Was wollen wir mit dem NATIVE-Vergleich zeigen? Und wie haben wir dies gestaltet? Wir möchten Dir ermöglichen mit wenigen Klicks viele Informationen zu erfassen. Daher haben wir die Ergebnisse in %-Zahlen hinzugefügt. Eine Erreichung von 100% bedeutet, dass die Nachhaltigkeits-Indikatoren, welche wir aufgestellt haben, zu 100% erfüllt sind. Insgesamt haben wir über 300 Indikatoren als Fragen gestellt. Die Farbgebung der NATIVE-Ergebnisse haben wir intuitiv so gewählt, dass eine Abstufung zwischen einzelnen Farbtönen gut zu erkennen ist. Versicherungen sind in Sachen Nachhaltigkeit noch Nachzügler, daher lässt sich eine Dominanz der Rot-Töne leider nicht vermeiden.

Definition Nachhaltigkeit bei NATIVE: Wir bei NATIVE sehen Nachhaltigkeit nicht nur als “Umwelt” und “Soziales”, sondern bei Nachhaltigkeit spielen viele wichtige Bereiche zusammen. Als Beispiel: Was bringt mir eine umweltfreundliche Versicherung, wenn diese im nächsten Jahr pleite geht. Daher haben wir die verschiedenen Nachhaltigkeits-Facetten betrachtet. ESG steht für Umwelt, Soziales und gute Unternehmensführung. Daher haben wir auch das “G”, die Governance betrachtet. Weiterhin spielen bei Versicherungen, anders als bei anderen Wirtschaftsbereichen, die Themen “Klima”, “Kapitalanlage” und “Produkt” eine besondere Rolle. Somit setzt sich unsere Bewertung zusammen aus: Umwelt, Klima, Soziales, Governance, Ökonomie, Kapitalanlage, Produkt und Schadensmanagement.

Rechtliche Hinweise zu NATIVE
1. Was wir auf unserer Website anbieten:
Mit unserem Projekt möchten wir transparent darstellen, wie Sachversicherungen in Bezug auf Nachhaltigkeit zu bewerten sind. Die bereitgestellten Inhalte dienen ausschließlich der Informationsgewinnung zu der Frage der gelebten Nachhaltigkeit von Sachversicherungen. Die dargestellten Informationen stellen daher keine Versicherungsberatung, Versicherungsempfehlung oder Versicherungsvermittlung dar. Insbesondere dienen diese nicht als Angebot zum Kauf eines Versicherungsproduktes bzw. stellen keine Aufforderung dar, Transaktionen vorzunehmen und Versicherungsverträge abzuschließen. Im Unterschied zu vermittelnden Vergleichsportalen, erheben wir auch keine Nutzerdaten in Bezug auf Ihre Risikobereitschaft und bitten nicht um Auskunft Ihrer allgemeinen persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse. Es findet daher auch keine Bewertung bzw. Auswertung von individuell angegebenen Nutzerdaten statt. Möchten Sie eine Sachversicherung abschließen, bitten wir Sie, sich umfassend auch über andere Bewertungskriterien der in Frage kommenden Sachversicherungen zu informieren und sich individuell bei den entsprechenden Dienstleistern oder bei der favorisierten Versicherung beraten zu lassen. Wir können und möchten allenfalls eine Entscheidungshilfe sein, wenn es Sie interessiert, wie wir Sachversicherungen unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit eingestuft haben.

2. Wie die NATIVE- Methodik aufgebaut ist, wer unsere Partner und Förderer sind und in welcher Weise wir die Informationen unserer Website erhoben, zusammengestellt und ausgewertet haben:
Wir haben mit NATIVE eine Methode entwickelt, welche die Nachhaltigkeitsleistung gezielt für Sachversicherungsgesellschaften betrachtet. Das Projekt wird wissenschaftlich durch das Zentrum für Nachhaltiges Wirtschaften und Management (ZNWM) an der Hochschule für Technik Stuttgart (HFTS) als Kooperationspartner begleitet. Das NATIVE-Forschungsprojekt zur Entwicklung von Nachhaltigkeitsindikatoren für die Versicherungsbranche der Greensurance Stiftung in Kooperation mit dem ZNWM an der HFT wird gefördert durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU).
Ziel der Förderung ist die Entwicklung einer Bewertungsmethode in Bezug auf Nachhaltigkeitsleistungen von Versicherungen mit einem Fokus auf Produkte und Schadensmanagement. Dabei haben wir gängige Nachhaltigkeitsindikatoren berücksichtigt. Darüber hinaus war es uns wichtig, die Besonderheiten von Versicherungen durch die Methodik zu erfassen und auf Sachversicherungen zugeschnittene Nachhaltigkeitsindikatoren zu entwickeln. Hierzu zählen die Bereiche Kapitalanlage, Produkt und Schaden sowie das Underwriting. Trotz der angewandten 300 Indikatoren und deren Auswertung auf Tatsachenebene, sind auch meinungsbildende Elemente in die Bewertung geflossen, bspw. die Gewichtung der einzelnen Indikatoren. Eine umfassende Beschreibung der Methode finden Sie im Begleitheft – hier! (Coming soon)

Die NATIVE -Methode in Stichpunkten und auf einen Blick:

  • Auswahl von Komposit-Versicherungen: 19 größten Sach-Versicherer und grüne Pioniere am Markt mit grünen Produkten
  • Ganzheitliche Nachhaltigkeit mit den Bereichen: Umwelt, Klima, Soziales, Governance (= gute Unternehmensführung), Ökonomie, Kapitalanlage, Produkt und Schaden
  • Über 300 Indikatoren zur Nachhaltigkeit, dabei haben wir auf bestehende Bewertungssysteme (wie z.B. GRI, DNK, TCFD) aufgebaut und neue Indikatoren insbesondere für die Bereiche Produkt und Schaden entwickelt
  • Gewichtung des Unternehmens mit 75% und der Produktgestaltung mit 25%
  • Jeder Bereich, z.B. Umwelt, wurde in weitere Facetten aufgesplittet z.B. Mobilität, Heizen und Strom, usw. Mehrere Indikatorenfragen haben eine Facette beschrieben.
  • Die Erfassung der Daten wurde in einem bestimmten Zeitraum (im Jahr 2021) vorgenommen und wird im Begleitheft für jede Versicherung dargestellt.
  • Frei verfügbare Daten der Sachversicherungen (wie insbesondere der Geschäftsbericht  und der Nachhaltigkeitsbericht sowie die Website) wurden genutzt, um die Daten zu 2/3 erheben. Das verbleibende 1/3 der Fragen wurde im Rahmen eines Fragebogens an die Versicherer übermittelt, verbunden mit der Bitte um eine Rückantwort. 7 von 19 Versicherungen haben an dieser Umfrage teilgenommen.
  • Unser Ziel war es, die Transparenz der Versicherer in Bezug auf die Nachhaltigkeit zu bewerten. Daher wurden Daten, welche nicht verfügbar oder nicht durch den Fragebogen bereitgestellt wurden, mit “0 Punkte“ gewertet. Wurde ein Indikator mit “Ja” beantwortet, wurde eine “1” vergeben, welche mit der jeweiligen Gewichtung des Indikators verrechnet wurde.
  • Bei großen internationalen Versicherungen wurden viele Daten nur auf Konzernebene gefunden. Wir konnte daher nicht mit Sicherheit angeben, ob die beschriebenen Maßnahmen auch bei der jeweiligen Tochtergesellschaft im Sachversicherungssegment umgesetzt werden. Aus diesem Grund wurde eine Wertung von 0,5 Punkte vergeben, wenn die Daten nur auf Konzernebene vorhanden waren. Ein (voller) Punkt “1” wurde nur dann vergeben, wenn die großen Konzerne in den Berichten oder auf ihrer Website explizit erklärt haben, dass die entsprechende Tätigkeit auch für die Tochtergesellschaft in dem Sachversicherungssegment gilt.
  • Als Basis der Datenerhebung wurde der zuletzt verfügbare Nachhaltigkeitsbericht verwendet. Dabei muss es sich nicht um den Bericht mit Daten aus dem letzten Jahr handeln, sondern der Bericht, bzw. die Daten, können z.B. auch 3 Jahre alt sein.

3. Wann wir für die veröffentlichen Informationen haften:
Wir haben uns mit größtmöglicher Sorgfalt bemüht, die Informationen zum Zeitpunkt der Erhebung aktuell und inhaltlich richtig sowie vollständig (soweit uns selbst Informationen zur Verfügung gestellt wurden, siehe Nr. 2.) anzubieten. Dennoch ist das Auftreten von Fehlern nicht völlig auszuschließen. Wir haften als Diensteanbieter gemäß § 7 Abs. 1 TMG für unsere Inhalte. Gemäß §§ 8 bis 10 TMG ist es uns jedoch nicht zumutbar, übermittelte und gespeicherte fremde Informationen zu überwachen oder nach Umständen zu erforschen, die auf eine Rechtsverletzung, inklusive einer fehlerhaften Darstellung, hinweisen. Davon unberührt bleibt jedoch unsere Verpflichtung zur Entfernung und/oder Sperrung der Nutzung solcher Informationen ab dem Zeitpunkt der Kenntnis einer konkreten Rechtsverletzung.
Die Greensurance Stiftung und die HFTS treffen keine Auswahl hinsichtlich der Zweckmäßigkeit oder Angemessenheit von Produkten und einer bestimmten Sachversicherung, vgl. auch Nr. 1. Auch wenn wir alles getan haben, um sicherzustellen, dass die Informationen auf der Website und den dazugehörigen Publikationen den Tatsachen und dem Wissenstand zum Erhebungszeitpunkt entsprechen, können wir ihre Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität nicht garantieren. Die abgebildeten Informationen können weiter ohne Vorankündigung jederzeit geändert oder ergänzt werden. Aufgrund der Tatsache, dass wir die den Informationen zugrundliegenden Daten in der Retrospektive erhoben haben, sind wir nicht verpflichtet, die Angaben in irgendeiner Weise zu aktualisieren. Das Datum der seitens der jeweiligen Sachversicherung veröffentlichten Daten ist in dem Begleitmaterial (Verlinkt!) notiert und hinterlegt, so dass Sie sich ein Bild über die Aktualität der zugrunde gelegten Daten machen können. Es liegt in der Natur der Sache des Bewertungsmoments, dass wir keine Aussage und Prognose über die zukünftige Entwicklung der untersuchten Sachversicherungen in Hinblick auf die Nachhaltigkeitsaspekt treffen können.
Unsere Website enthält ferner Verweise (Links) zu Informationsangeboten auf Seiten Dritter, die nicht unserer Kontrolle und Verantwortlichkeit unterliegen.
Eine andauernde Kontrolle der Inhalte der verlinkten Webseiten Dritter ist uns leider nicht zumutbar. Für den Inhalt der verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich. Wir haben insbesondere auch keinen Einfluss darauf, dass diese die Datenschutzbestimmungen einhalten. Sollten uns jedoch konkrete Rechtsverletzungen bekannt werden, haften wir ab Kenntnis der konkreten Rechtsverletzung.

4. Wie wir Interessenkonflikte vermeiden und uns um Neutralität bemüht haben:
Wir erhalten für die von uns durchgeführte Bewertung von keiner teilnehmenden Sachversicherung finanzielle Mittel. Die Erhebung wurde gefördert durch die DBU und wurde zusätzlich mit Eigenmitteln der Greensurance Stiftung umgesetzt. Die bewerteten Versicherungen können jedoch aktuelle oder potenzielle Kund*innen der Greensurance Stiftung sein. Zur Vermeidung von Interessenkonflikten wurde sichergestellt, dass eine personelle Trennung bei der Auswertung der einzelnen Versicherungen erfolgte. Deshalb wurden alle untersuchten Versicherungen mit Geschäftsbeziehungen zur Greensurance Stiftung durch die HFTS erstausgewertet. Zudem haben die Greensurance Stiftung und die HFTS mittels der beschriebenen NATIVE- Methodik und durch Kontrollprozesse einer objektiv nachvollziehbaren Bewertung Sorge getragen. Beispielsweise hat ein zusätzlicher Nachhaltigkeitsbeirat mit Expert*innen aus dem Bereich Sustainable Finance die Entwicklung und Auswertung von Anfang an begleitet.

5. Unter welchen Umständen Sie die Informationen für Ihre Zwecke nutzen dürfen:
Die Nutzungsrechte an den auf unserer Website eingestellten Inhalten, Informationen und veröffentlichen Publikationen liegen grundsätzlich bei uns. Das Recht der Verwertung richtet sich nach dem Deutschen Urheberrecht. Verwertungshandlungen sind insbesondere nur zum privaten und nicht kommerziellen Gebrauch gestattet. Insbesondere dürfen Inhalte außerhalb der urheberrechtlichen Ausnahmetatbestände nicht ohne unsere vorherige schriftliche Zustimmung vervielfältigt, verbreitet, öffentlich zugänglich und/oder wiedergegeben, bearbeitet und/oder veröffentlicht werden. Soweit Inhalte nicht von uns erstellt wurden, sind bestehende Rechte Dritter zu beachten, insbesondere, aber nicht abschließend derjenigen, die uns die Informationen zur Verfügung gestellt haben.

6. Wenn Sie darüber hinaus Fragen haben, können Sie uns gerne kontaktieren:
NATIVE-Projektleiter
Tel.: 0881-924533377
E-Mail: info(at)greensurance-stiftung.de

Wie kannst Du den NATIVE-Vergleich für Dich nutzen?
Für Verbraucher*innen und alle Versicherungskund*innen, den Medien, Versicherungsgesellschaften und allen Interessierten steht der NATIVE-Vergleich kostenlos zur Verfügung.

1. Gesamtbewertung der Sach-Versicherungen: Die Gesamtbewertung setzt sich aus der Beurteilung der Bereiche Umwelt, Klima, Soziales, Governance, Ökonomie, Kapitalanlage und Produkt & Schaden zusammen. Da die Bereiche unterschiedliches Potential besitzen, zu einer nachhaltigen Transformation der Gesellschaft beizutragen, haben wir die Bereiche unterschiedlich stark gewichtet. Ist Deine aktuelle Versicherungsgesellschaft Deiner Haftpflichtversicherung z.B. unter den TOP 5?

2. Teilbewertungen der Sach-Versicherungen: Hier kannst Du verschiedene Bereiche für Dich auswählen, welche auf der oberen Filter-Option zur Verfügung stehen. Denn: Jede*r hat eine andere Sichtweise auf die Welt. So sind auch die Definitionen von Nachhaltigkeit sehr unterschiedlich – von hellgrün bis dunkelstes grün! Deshalb kannst Du zum Beispiel die Bereiche “Klima” und “Kapitalanlage” auswählen, wenn Dir diese Themen-Bereiche besonders wichtig sind. Welche Versicherungsgesellschaften sind nun mit Deiner individuellen Auswahl bei den TOP 3? Bewerte mit der Gesamtbewertung wie auch mit der Teilbewertung Deine aktuellen Versicherungen: Deine Haftpflichtversicherung ist zum Beispiel bei der Pfefferminzia? Wie schneidet diese ab?

3. Filter-Option “Produkt” nutzen: Im letzten Schritt kannst Du den Filter “Produkte” nutzen, falls Du auf der Suche nach einer neuen, grünen und nachhaltig agierenden Versicherung bist. Bist Du auf der Suche nach einer grünen KFZ-Versicherung? Dann aktiviere im Filter “Produkte” den Punkt “Nachhaltige KFZ” und es werden nur Versicherungen angezeigt, welche ein nachhaltiges KFZ-Produkt anbieten. Bitte überprüfe jedoch, ob für Dich auch das Produkt grün genug ist. Denn auch hier sind die Definitionen, was ein grünes Produkt ausmacht, noch sehr individuell.

Warum haben wir Versicherungen unter die Lupe genommen und auf Nachhaltigkeit hin untersucht?

  1. Wenige Produkte und undurchsichtiger Markt: In vielen Lebensbereichen finden wir Verbraucher*innen eine große Auswahl an grünen Produkten vor: der Bio-Apfel, der energieeffiziente Kühlschrank, das E-Auto oder auch die Umweltbank. Doch bei Versicherungen ist der Markt für nachhaltige Versicherungsprodukte immer noch sehr klein; besonders im Sach-Versicherungsgeschäft. Es gibt keine gegründete Nachhaltigkeits-Versicherung! Die Versicherungsbranche hat es wie keine andere Branche in den letzten Jahr(zehnten) verschlafen sich nachhaltig zu entwickeln. Daher sind viele Gesellschaften am Markt nicht transparent und die Nachhaltigkeitsleistungen sind in vielen Bereichen ausbaufähig. Der Markt für grüne Produkte bzw. die Kommunikation zur Nachhaltigkeitsleistungen der Versicherungsbranche sehr undurchsichtig ist.
  2. Transformations-Potential: Versicherungsgesellschaften haben drei besondere Hebel, welche sie für eine nachhaltige Gestaltung unserer Gesellschaft nutzen können. Erstens haben sie über das Geld, welches sie verwalten, einen großen Einfluss darauf, welche Unternehmen, Projekte, Immobilien usw. Kapital erhalten – und welche nicht! Zweitens: Ob ein Projekt wie zum Beispiel ein Kohlekraftwerk einen Versicherungsschutz zeichnen (d.h. abschließen) kann oder nicht, beeinflusst im großen Maß die Wirtschaftlichkeit eines Projektes bzw. Unternehmens mit. Und drittens: Die Gestaltung von Versicherungsprodukten kann eine faire und umweltfreundliche Wiederbeschaffung von Produkten bzw. Dienstleistungen im Schadensfall unterstützen. Diese drei Hebel betrachten und bewerten wir natürlich auch mit unserer NATIVE-Methodik!
  3. Betroffenheit durch Klimawandel: Versicherungen sind wie keine andere Wirtschaftsbranche von den Klimafolgen betroffen. Das Geschäftsmodell basiert darauf, dass möglichst wenige Schäden eintreffen, welche es zu begleichen gilt. Somit haben Versicherer zwei Möglichkeiten auf den Klimawandel zu reagieren. Sie können sich entweder immer mehr aus den Risikogebieten zurückziehen. So wird von einigen Versicherungsgesellschaften bereits in Amerika verfahren. Dort werden keine Policen mehr für den Schutz vor Waldbränden vergeben / gezeichnet. Weiterhin können Versicherer die Beiträge, welche durch die Kund*innen zu zahlen sind, immer höher ansetzen. Oder: Versicherungen setzen sich aktiv gegen den Klimawandel ein. Das heißt kein Versicherungsschutz mehr für klimaschädliche Technologien wie Kohle. Und auch keine Finanzierung dieser Wirtschaftsbereiche mehr!

Wie ist die NATIVE-Methodik aufgebaut?
Wir haben mit der NATIVE eine Methode entwickelt, welche die Nachhaltigkeits-Leistung gezielt für Sach-Versicherungsgesellschaften betrachtet. Dabei haben wir gängige Nachhaltigkeits-Indikatoren berücksichtigt. Jedoch war es uns wichtig, die Besonderheiten von Versicherungen durch die Methodik zu erfassen und auf Sach-Versicherungen zugeschnitten Nachhaltigkeits-Indikatoren zu entwickeln. Hierzu zählen die Bereiche Kapitalanlage, Produkt & Schaden sowie das Underwriting.

Eine umfassende Beschreibung der Methode findet Ihr im Begleitheft – hier! (wird verlinkt)

Die NATIVE Methode in Stichpunkten und auf einen Blick:

  • Auswahl von Komposit-Versicherungen: 19 größten Sach-Versicherer und grüne Pioniere am Markt mit grünen Produkten
  • Ganzheitliche Nachhaltigkeit mit den Bereichen: Umwelt, Klima, Soziales, Governance (= gute Unternehmensführung), Ökonomie, Kapitalanlage, Produkt & Schaden.
  • Über 300 Indikatoren zur Nachhaltigkeit, dabei haben wir auf bestehenden Bewertungssystemen (wie z.B. GRI, DNK, TCFD) aufgebaut und neue Indikatoren insb. für die Bereiche Produkt & Schaden entwickelt.
  • Gewichtung des Unternehmens mit 75% und der Produktgestaltung mit 25%
  • Jeder Bereich z.B. Umwelt, wurde in weitere Facetten aufgesplittet z.B. Mobilität, Heizen & Strom, usw. Mehrere Indikatoren-Fragen haben eine Facette beschrieben.
  • Die Erfassung der Daten wurden in einem bestimmten Zeitraum vorgenommen und wird im Begleitheft für jede Versicherung dargestellt.
  • Frei verfügbare Daten (wie insb. Geschäftsbericht, der Nachhaltigkeitsbericht und die Webseite) wurden genutzt, um die Daten zu 2/3 erheben. 1/3 der Fragen wurde in einem Fragebogen an die Versicherer kommuniziert und eine Rückantwort erbeten. 7 von 19 Versicherungen haben an dieser Umfrage/Fragebogen teilgenommen.Namentlich sind das: Ostangler Versicherung, Waldenburger Versicherung, Barmenia Versicherung, Zurich Versicherung, Schwarzwälder Versicherung, R+V Versicherung und Württembergische.
  • Unser Ziel war es die Transparenz der Versicherer in Bezug auf die Nachhaltigkeit zu bewerten. Daher wurden Daten, welche nicht verfügbar oder nicht durch den Fragebogen bereitgestellt wurden, als 0 Punkte gewertet. Wurde ein Indikator mit “Ja” beantwortet, wurde eine “1” vergeben, welche mit der jeweiligen Gewichtung des Indikators verrechnet wurde.
  • Bei großen, internationalen Versicherungen wurden viele Daten nur auf Konzern-Ebene gefunden. Hier ist es fraglich, ob die beschriebenen Maßnahmen auch bei der Tochtergesellschaft im Sachversicherungsgeschäft umgesetzt werden. Aus diesem Grund wurde eine Wertung von 0,5 Punkte vergeben, wenn die Daten nur auf Konzern-Eben vorhanden waren. Ein voller Punkt “1” wurde nur vergeben, wenn die großen Konzerne in den Berichten oder Webseite expliziert beschrieben haben, dass die entsprechende Tätigkeit auch für die Sach-Tochter gilt.
  • Als Basis der Datenerhebung wurde der zuletzt verfügbare Nachhaltigkeitsbericht verwendet. Dabei muss es sich nicht um den Bericht mit Daten aus dem letzten Jahr handeln, sondern der Bericht bzw. die Daten können z.B. auch bereits 3 Jahre alt sein.

Die im NATIVE-Vergleich dargestellten Daten sind extra für Verbraucher*innen aggregiert, damit diese leicht und einfach zu erfassen sind. Verbaucherfreundlich haben wir mit Balkendiagrammen die Nachhaltigkeitsleistung von 0% von 100% beschrieben. Mit den über 300 erfassten Indikatoren haben wir jedoch die Möglichkeit die Nachhaltigkeitsleistungen der Sach-Versicherungen viel tiefergehend darzustellen. Zum Beispiel besteht der Bereich “Umwelt-Ressourcen” u.a. aus den Bereichen “Mobilität”, “Energie”, “Biodiversität/Ressourcen”. Diese Ebenen können in der PRO-Version, dem NATIVE-Rating, betrachtet werden und kostenpflichtig erworben werden. Für alle Berater*innen, alle Makler*innen und interessierte Kund*innen ist dies die richtige Version, um noch tiefer in die ESG-Analyse der Sach-Versicherungen einzusteigen. Hier geht es zum NATIVE-Rating!

  1. Warum macht die Greensurance Stiftung das NATIVE-Rating bzw. Vergleich? Weil der Markt für grüne Sach-Versicherungsprodukte sehr undurchsichtig ist und die Nachhaltigkeitsleistung der Versicherer bisher nicht sehr transparent ist. Für Verbraucher soll der NATIVE-Vergleich und für Makler*innen das NATIVE-Rating eine Unterstützung sein, um die Nachhaltigkeitsleistung von Sach-Versicherungen vergleichen zu können. Für Versicherungsgesellschaften soll NATIVE Anreiz bieten ihre Nachhaltigkeitsleistung zu verbessern.
  2. Wo liegt der Unterschied zwischen dem NATIVE-VERGLEICH und RATING? Der NATIVE-Vergleich beinhaltet die aggregierten, verbraucherfreundlich aufbereiteten Daten, welcher für alle kostenlos zur Verfügung steht. Diese Informationen dürfen für die private Nutzung verwendet werden. Das NATIVE-Rating ist die PRO-Version mit tiefergehenden Informationen, welche insbesondere für Makler*innen und Berater*innen eine spannende Bereicherung darstellen. Das NATIVE-Rating ist kostenpflichtig.
  3. Warum kostet das NATIVE-Rating etwas?
    Die Erhebung im Jahr 2021 und Veröffentlichung der Daten in 2022 war nur der Beginn. Wir werden die NATIVE-Bewertung weiterhin umsetzen. Doch für diese Verstetigung benötigen wir auch personelle Mittel. Die Gebühr, welche für das NATIVE-Rating gezahlt werden, fließen in die Verstetigung des NATIVE-Projektes.
  4. Wieso finde ich unter den Versicherungen nicht MEINE Versicherung? Insgesamt gibt es laut GDV über 300 Versicherungen in Deutschland. Wir haben uns auf die größten Sach-Versicherungen und die grünen Pioniere am Markt beschränkt. Aus diesem Grund haben wir 19 Sach-Versicherungsgesellschaften untersucht. Weitere sollen jedoch mit der Verstetigung folgen.
  5. Wie wurden die NATIVE-Daten erhoben? Informationen findest Du im Begleitheft (Coming soon). Kurzgefasst: Wir haben die Daten zu 2/3 aus frei verfügbaren Informationen wie z.B. Geschäftsberichte, Nachhaltigkeitsberichte und Webseiten ermittelt. 1/3 haben wir bei den Versicherungsgesellschaften mittels eines Fragebogens angefragt.
  6. Wie funktioniert die Methode? Informationen findest Du im Begleitheft (Coming soon).
  7. Was war der NATIVE Beirat? Das NATIVE Rating & Vergleich wurde mit Unterstützung von Wissenschaft und Wirtschaft durch einen Beirat, dem NATIVE-Beirat, entwickelt. Der NATIVE-Beirat war während des geförderten Projektzeitraumes in den Jahren 2020 bis Februar 2022 aktiv. Mit der Abschlussveranstaltung, die am 16.02.2022 stattfand, wurde der Beirat aufgelöst
  8. Wie haben die Versicherungen im Jahr 2022 abgeschnitten? Die Versicherungsgeslellschaften haben es in den letzten Jahrzehnten verschlafen, sich so aufzustellen, dass sie zu einer nachhaltigen Entwicklung beitragen. Seit 2019 hat sich ein Trend zu mehr Nachhaltigkeit entwickelt. Jedoch stehen Versicherungen im Vergleich zu anderen Branchen noch am Anfang. Schließlich läuft man auch einen Marathon nicht aus dem Stegreif. Daher hat in der Bewertung 2022 keine Versicherung mehr als 50% in der NATIVE-Bewertung erhalten. Somit ist nach oben hin noch sehr viel Luft!
  9. Warum hat keine Versicherung mehr als 50% erreicht?
    Die Nachhaltigkeits-Indikatoren von NATIVE sind sehr umfassend und zukunftsgerichtet. Auch ist es unser Anspruch die Versicherungsgesellschaften zu motivieren und ihnen aufzuzeigen, wo noch Potential zur Verbesserung besteht. Wir fragen bei den Versicherungen zum Beispiel nicht nur, ob diese aus der Finanzierung von Kohle aussteigen, sondern fragen explizit auch andere Bereiche ab, wie z.B. die Massentierhaltung.
  10. Wie schützt NATIVE die Unabhängigkeit der Erhebung, wenn die Greensurance Stiftung auch Versicherungen zu einer nachhaltigen Transformation der Versicherungsbranche berät? Wir setzen mit unserem Wissen bei dem gesamten Lebensweg einer Versicherung an: bei der Verbraucher*in mit NATIVE, bei den Makler*innen und Berater*innen als Multiplikatoren mit der Weiterbildung zur*m ESGberater*in und bei den Versicherungsgesellschaften mit unserer Beratung zur Nachhaltigkeit. Zur Vermeidung von Interessenkonflikten wurde sichergestellt, dass eine personelle Trennung bei der Auswertung der einzelnen Versicherungen erfolgte. Deshalb wurden alle untersuchten Versicherungen mit Geschäftsbeziehungen zur Greensurance Stiftung durch die HFT erstausgewertet. Zudem haben die Greensurance Stiftung und die HFT mittels der beschriebenen NATIVE- Methodik und durch Kontrollprozesse einer objektiv nachvollziehbaren Bewertung Sorge getragen. Beispielsweise hat ein zusätzlicher Nachhaltigkeitsbeirat mit Expert*innen aus dem Bereich Sustainable Finance die Entwicklung und Auswertung von Anfang an begleitet.
  11. Wann kommt das NATIVE-Update? Wir werden die NATIVE-Bewertung in rhythmischen Zyklen durchführen. Eine jährliche Erhebung (2022: ab Oktober) und somit eine Veröffentlichung für Mitte 2023 ist geplant.
  12. Warum hat NATIVE ein Ginkgo-Blatt im Logo? Der Ginkgo ist sehr ursprünglich, denn es ist eine Art „Urbaum“. Der Ginkgo biloba ist damit vermutlich eine der ältesten noch lebende Pflanzenart der Erde. Versicherungen wurden als eine Art Gilde gegründet, um sich in einer Gemeinschaft gegenseitig abzusichern (z.B. Feuerversicherung). Der Grundgedanke von Versicherungen ist somit sehr nachhaltig. Alle Personen einer Gemeinschaft zahlen in einen “Topf” ein, damit ein*e Geschädigte*r im Schadensfall einen Ausgleich erhält. Historisch stammt die Versicherung aus dem Bedürfnis den Handel der Schifffahrt sowie Gutshöfe gegen Feuer zu sichern. Das ist der Ursprung und diesen Nachhaltigkeitsgedanken nehmen wir mit dem Wort NATIVE auf. Nach dem Motto zurück zum Ursprungsidee „back to the roots“. Wir wollen ein Ziel setzen, eine Art “Vision”, wo es hingehen soll. Somit steht der Ginkgo bei uns für diesen nachhaltigen Grundgedanken der Versicherungsbranche.